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A-, B- und C-Lagen: Was Investoren wirklich wissen müssen

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A-, B- und C-Lagen unterscheiden sich nicht nur im Preis, sondern im Risikoprofil. Was Kapitalanleger wirklich wissen müssen.

Wer eine Immobilie als Kapitalanlage kauft, kauft immer auch eine Lage. Das klingt banal, wird aber in der Praxis erstaunlich oft vergessen — zugunsten von Ausstattung, Grundriss oder Baujahr.

A-Lagen sind die Metropolen: München, Hamburg, Berlin, Frankfurt, Köln, Düsseldorf, Stuttgart. Hier ist die Nachfrage stabil, die Wertentwicklung historisch stark — aber die Einstiegspreise sind so hoch, dass Bruttorenditen von 2,5 bis 3,5 % die Norm sind. Wer hier kauft, wettet auf Wertsteigerung, nicht auf laufenden Cashflow.

B-Lagen sind Großstädte mit 200.000 bis 500.000 Einwohnern: Nürnberg, Hannover, Leipzig, Mannheim, Karlsruhe. Hier sind Renditen von 4–5 % realistischer, die Märkte aber auch volatiler. Die Frage ist immer: Wächst die Stadt? Verliert sie Einwohner? Ein Jobmotor in der Nähe (Universität, Industriepark, Behörde) ist ein besserer Indikator als der aktuelle Leerstand.

C-Lagen — kleinere Städte, ländliche Gebiete — bieten die höchsten Bruttorenditen, manchmal 7–10 %. Das klingt attraktiv, bis man Leerstandsrisiko, geringe Liquidität beim Wiederverkauf und fehlende Mietsteigerungspotenziale einrechnet. C-Lagen können funktionieren — aber sie verzeihen weniger Fehler.

Die ehrlichste Faustregel: Je höher die Rendite im Exposé, desto genauer hinschauen. Hohe Renditen in guten Lagen gibt es nicht — sie werden durch Risiko erkauft. Wer das versteht, trifft bewusstere Entscheidungen.

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