Wer seine Anschlussfinanzierung schon heute sichert, zahlt einen Aufpreis — aber schläft ruhiger. Wann der Trade-off aufgeht.
Ein Forward-Darlehen ist eine Anschlussfinanzierung, die heute vereinbart und erst in der Zukunft ausgezahlt wird — typischerweise 12 bis 60 Monate vor dem Ende der aktuellen Zinsbindung. Der Zinssatz wird jetzt fixiert, die Auszahlung erfolgt später.
Der Aufpreis für dieses Privileg ist der Forward-Aufschlag: Banken verlangen je nach Anbieter und Laufzeit 0,01 bis 0,03 Prozentpunkte pro Monat Vorlaufzeit. Bei 36 Monaten macht das 0,36 bis 1,08 Prozentpunkte extra. Ob sich das lohnt, hängt davon ab, ob der Markt in dieser Zeit teurer wird — oder günstiger.
Forward-Darlehen sind besonders dann interessant, wenn die Restschuld noch hoch ist, die Zinsen am aktuellen Tiefpunkt liegen und das Haushaltseinkommen wenig Puffer für steigende Raten lässt. In einem Marktumfeld mit steigenden Zinsen haben viele Eigentümer zu spät gehandelt und erheblich mehr gezahlt als nötig gewesen wäre.
Auf der anderen Seite: Wer ein Forward-Darlehen abschließt und die Zinsen fallen danach weiter, zahlt trotzdem den vereinbarten Satz. Eine Vorfälligkeitsentschädigung fällt an, wenn man das Darlehen auflösen will. Das Instrument schützt vor Zinsanstieg — aber nicht vor schlechten Marktentwicklungen in die andere Richtung.
Fazit: Forward-Darlehen passen zu Eigentümern, die Planungssicherheit über Flexibilität stellen und deren Restschuld zu groß ist, um ein Zinsanstiegsrisiko locker wegzustecken. Nicht jeder braucht sie — aber wer sie braucht, sollte nicht zu spät anfangen zu fragen.
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