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Betriebliche Krankenversicherung: Wann lohnt sie sich?

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Die bKV wird als Benefit immer beliebter — aber nicht jedes Modell passt zu jedem Unternehmen. Was Arbeitgeber vor der Einführung prüfen sollten.

Die betriebliche Krankenversicherung (bKV) ist eines der am schnellsten wachsenden Benefit-Instrumente in deutschen Unternehmen. Die Idee: Der Arbeitgeber zahlt für seine Mitarbeiter eine Zusatzversicherung, die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung ergänzt — Zahnersatz, Sehhilfen, Heilpraktikerleistungen, Chefarztbehandlung.

Der steuerliche Rahmen macht das Modell attraktiv: Bis zu 600 Euro pro Jahr und Mitarbeiter kann der Arbeitgeber als Sachbezug steuerfrei gewähren. Beiträge darüber hinaus sind lohnsteuerpflichtig, aber weiterhin sozialversicherungsfrei — was die bKV auch über der Freigrenze günstiger macht als ein äquivalenter Gehaltsbestandteil.

Für Mitarbeiter ist der Vorteil unmittelbar spürbar: Wer als Kassenpatient normalerweise auf Zahnersatz wartet oder Brillen selbst zahlt, erhält über die bKV Leistungen, die ohne Eigenanteil funktionieren. Das ist emotionaler und greifbarer als ein Rentenbaustein, der erst in 30 Jahren relevant wird.

Wann lohnt es sich? Bei Unternehmen mit über 10 Mitarbeitern, hohem Wettbewerb um Fachkräfte und einer Belegschaft im Alter zwischen 30 und 55 Jahren ist die bKV ein starkes Mittel. Unter 10 Mitarbeitern sind die Einrichtungskosten und der administrative Aufwand relativ hoch — dann ist eine individuelle Beratung sinnvoller als ein Gruppenvertrag.

Das häufigste Missverständnis: bKV und private Krankenversicherung sind nicht dasselbe. Die bKV ergänzt die gesetzliche Krankenversicherung, ersetzt sie nicht. Für Mitarbeiter, die bereits privat versichert sind, kann der Mehrwert geringer sein — das sollte bei der Konzeption berücksichtigt werden.

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