Viele Makler parallel beauftragen klingt nach mehr Reichweite. In der Praxis führt es zu Preisverwirrung und weniger ernsthaften Interessenten.
Das Argument für den offenen Auftrag klingt logisch: Mehr Makler bedeutet mehr Reichweite, mehr Käufer, schnellerer Verkauf. In der Praxis ist das Gegenteil oft der Fall.
Wer dasselbe Objekt über mehrere Makler gleichzeitig anbietet, erzeugt ein Problem: Das Objekt erscheint mehrfach auf Portalen — manchmal mit unterschiedlichen Preisen, unterschiedlichen Fotos, unterschiedlichen Beschreibungen. Für erfahrene Käufer ist das ein Signal: Dieses Objekt ist offenbar schwer zu verkaufen. Das drückt das Preisempfinden, noch bevor die erste Besichtigung stattfindet.
Beim qualifizierten Alleinauftrag hat ein einziger Makler das exklusive Vermarktungsrecht für eine vereinbarte Laufzeit (typischerweise 3–6 Monate). Er investiert deshalb in professionelle Fotos, Home Staging, gezieltes Marketing — weil er sicher ist, beim Verkauf auch zu verdienen.
Der entscheidende Vorteil ist aber die Preisdisziplin: Ein guter Alleinauftrags-Makler präsentiert das Objekt koordiniert, erzeugt Knappheitsgefühl, strukturiert den Bieterprozess. Das führt in einem funktionierenden Markt zu besseren Preisen als ein unkoordinierter Mehrfachauftrag.
Fazit: Den richtigen Makler mit Alleinauftrag beauftragen schlägt fast immer das Prinzip "viele Köche verderben den Brei". Die Frage ist nur, wie man den richtigen Makler erkennt — das ist eine andere Geschichte.
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