Für Familien mit Immobilienfinanzierung oder Alleinverdiener ist die Risikolebensversicherung unverzichtbar — und dabei erstaunlich günstig. Was man wissen muss.
Die Risikolebensversicherung ist eine der wenigen Versicherungen, bei der die Prämie-Leistungs-Relation kaum zu schlagen ist: Ein gesunder 35-jähriger Mann kann für 20–30 Euro monatlich eine Todesfallsumme von 500.000 Euro über 20 Jahre absichern. Kein anderes Finanzprodukt bietet vergleichbaren Schutz für diesen Preis.
Wer sie braucht: Im Kern alle, die für andere Menschen finanziell verantwortlich sind. Familien mit minderjährigen Kindern. Paare mit gemeinsamer Immobilienfinanzierung, bei der ein Partner im Todesfall die Rate nicht alleine tragen könnte. Selbstständige, deren Tod das Unternehmen oder die Familie in eine Liquiditätskrise bringen würde.
Die Versicherungssumme sollte realistisch bemessen sein. Eine Faustregel: Das 3- bis 5-fache des Jahresbruttoeinkommens, plus ausstehende Kreditsummen. Wer eine Immobilie mit 300.000 Euro Restschuld finanziert hat und Familie ernährt, ist mit 100.000 Euro Versicherungssumme deutlich unterversichert.
Wichtig ist der Unterschied zur Kapitallebensversicherung: Die Risikolebensversicherung zahlt nur im Todesfall — und verfällt ohne Leistung, wenn der Versicherte die Laufzeit überlebt. Das ist kein Nachteil, sondern der Grund, warum sie so günstig ist. Wer Sparen und Absichern kombinieren will, kombiniert schlechte Konditionen beider Ziele.
Ein oft vergessener Aspekt: Über-Kreuz-Versicherung für unverheiratete Paare. Da die Erbschaftsteuer-Freibeträge für nicht verheiratete Partner minimal sind, sichern sich beide Partner gegenseitig ab und sind jeweils Versicherungsnehmer der Police des anderen — so fließt die Summe steuerfrei.

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Daniel Becker — Spezialist für Lebensrisiken
„Denkt ans Worst-Case-Szenario – damit es keines wird.“